Inklusion an der FvSS

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht!
(Franz Kafka)

 

Inhalt

  1. Was bietet Inklusion an der Freiherr-vom-Stein-Schule
  2. Vom Gemeinsamen Unterricht zur Inklusion
  3. Die aktuelle Situation
  4. Kontakt

 

Was bietet Inklusion an der Freiherr-vom-Stein-Schule?

Das Spektrum unseres Angebotes reicht von der Unterstützung im Unterricht, Begleitung der Eltern bis hin zur Einzelförderung von Schülerinnen und Schülern. Ressourcen-, Prozess- und Lösungsorientierung bilden das Grundverständnis der gemeinsamen Arbeit zwischen Regelschul- und Förderschullehrkräften. Wir bieten kleine Klassenteams mit innerer und äußerer Differenzierung. Der Inklusionsklasse steht ein eigener Differenzierungsraum zur Verfügung. Eine Regelschullehrkraft und eine Förderschullehrkraft (in der Regel doppelt besetzt) teilen sich die Klassenleitung bzw. arbeiten als Klassenteam zusammen. Wir legen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und den außerschulischen Unterstützungssystemen des Kindes.

Die Umsetzung der Inklusion in allen Schulzweigen und im Ganztagsangebot hat für unser Schulleben einen hohen Stellenwert.

Für einen guten Übergang sorgt die Kooperation mit den abgebenden Grundschulen und den aufnehmenden (berufsbildenden) Schulen. Darüber hinaus kooperieren wir mit dem regionalen Beratungs- und Förderzentrum Kelkheim, der Schulsozialarbeit und dem Zentrum für Beratung- und Erziehungshilfe im Main-Taunus-Kreis (ZeBiM).

 

Vom Gemeinsamen Unterricht zur Inklusion

Dank des Engagements der Elternschaft und eines engagierten Kollegiums ist es 2004 gelungen, Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Eppstein wohnortnah zu beschulen.

In der ersten Klasse mit Gemeinsamem Unterricht konnten bereits drei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen werden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre kam kontinuierlich von der fünften bis zur neunten Jahrgangsstufe immer eine Klasse hinzu, bis schließlich in jedem Jahrgang eine Klasse mit Doppelbesetzung angeboten werden konnte. 2009 besuchten bereits über 20 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unsere Schule. Diese Zahl blieb bis heute mit geringen Schwankungen konstant.

Die Umgestaltung des Unterrichts war für alle Beteiligten ein herausfordernder Prozess, in dem sich das wertschätzende Miteinander auszahlte. 

Seit März 2009 ist nun noch eine weitere Aufgabe dazu gekommen, der wir uns seither mit Elan widmen: Die Umsetzung der UN-Menschenrechtsresolution und damit die inklusive Beschulung aller Schülerinnen und Schüler aus Eppstein. Alle Schulzweige und der Ganztagsbereich setzen sich nun mit der Umsetzung auseinander. Unser Ziel ist es, das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung als gesellschaftliche Normalität zu erfahren – und dies innerhalb der gesamten Schulgemeinde. Aus unseren positiven Erfahrungen heraus, ist im Rahmen unserer Leitbildarbeit folgender Leitgedanke für unsere Schule entstanden:

Die Freiherr-vom-Stein-Schule hat sich zum Ziel gesetzt, eine Schule für alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihren physischen, intellektuellen, sozialen, emotionalen, sprachlichen oder anderen Fähigkeiten, zu sein. Nur gemeinsam können wir Schule zu einem anregenden und angenehmen, fördernden und herausfordernden Ort des Lernens machen.

Die Freiherr-vom-Stein-Schule vernetzte sich im August 2013 mit dem regionalen Beratungs- und Förderzentrum Kelkheim. Ein gemeinsamer Kooperationsvertrag wurde unterzeichnet. Diese Vereinbarung bildet die Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit die auf Transparenz, Kontinuität und Kollegialität beruht. Sie ist geprägt durch gegenseitige Wertschätzung, Respekt und durch das Ziel, einvernehmlich konstruktive und individuelle Lösungen für alle Schülerinnen und Schüler zu finden.

 

Die aktuelle Situation

Zurzeit werden Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, sozial-emotionale Entwicklung, geistige Entwicklung sowie Schülerinnen und Schüler mit chronischen Erkrankungen in Haupt-, Real- und Gymnasialschulklassen inklusiv unterrichtet. Pro Jahrgang gibt es eine Inklusionsklasse. An unserer Schule sind zurzeit zwei Förderschullehrerinnen und ein Förderschullehrer tätig.

Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit eines weiteren präventiven Angebotes: Von Lernversagen bedrohte und emotional-sozial stark belastete Schülerinnen und Schüler können durch „Vorbeugende Maßnahmen“ frühzeitig gefördert werden. Diese beinhalten u.a. das Einsetzen von differenzierten, individualisierten Arbeitsformen, die umfassende Beratung der Schülerin / des Schülers und der Eltern sowie die Umsetzung von zusätzlichen Stütz- und Fördermaßnahmen. Eine Zusammenarbeit mit den Beratungsdiensten und außerschulischen Unterstützungssystemen und der Beginn der Förderplanarbeit sind wünschenswert.

Seit dem Schuljahr 2013/14 besteht die Möglichkeit den Berufsorientierten Abschluss an der FvSS zu erwerben. Dabei wird die Berufsorientierung zu einem wesentlichen Schwerpunkt des Unterrichts für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen.

Die ersten Schülerinnen und Schüler wurden im Juli 2014 mit einem berufsorientierten Abschluss entlassen.

 

Kontakt

Wenn Sie weitere Fragen zu unserem Inklusionskonzept, der konkreten Umsetzung oder der Aufnahme ihres Kindes haben, wenden Sie sich gerne an Frau Morawietz (Schulleiterin) oder an die Förderschullehrkräfte Herrn Aron, Frau Kayser oder Frau Lindner. Wir freuen uns auf Sie.

Adrian Aron (Schwerpunkt Jahrgang 7-9)
aron(at)fvss-eppstein.de

Jasmin Kayser (Schwerpunkt Jahrgang 7-9)
kayser(at)fvss-eppstein.de

Siri Lindner (Schwerpunkt Jahrgang 5/6)
lindner(at)fvss-eppstein.de

Schulleitung
poststelle(at)freiherr-vom-stein.eppstein.schulverwaltung.hessen.de

 

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